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Corona Covid-19 Simulation

Die Corona Pandemie

Die Corona Pandemie stellt uns alle vor extreme Herausforderungen und Entscheidungen.

Zur Entscheidungshilfe sind u.a. Prognosemodelle unverzichtbar, um die möglichen Entwicklungen, insb. der Infektionszahlen und deren Auswirkungen und Folgen z.B. auch auf das Gesundheitssystem zu prognostizieren (z.B. Anzahl der benötigten Intensivbetten).

Die offiziellen  Prognosemodelle lassen sich mit dem hier bereitgestellten EXCEL-Worksheet nachvollziehen.

  

Modell D 19.10.2020
 

Wie in nachstehender Graphik dargestellt, sollten allerdings die Fallzahlen der tägl. Neuinfektionen entsprechend der jeweiligen Dunkelrate hochgerechnet und dargestellt werden, will man die aktuellen Fallzahlen mit älteren Fallzahlen (und höheren Dunkelraten) vergleichen.
Die Dunkelrate, also der Anteil nicht erkannter Infizierter, ist u.a. abhängig von der Anzahl der durchgeführten Tests, den Testverfahren und weiteren Vorgaben, z.B. wer, wann und wie getestet wird.
Dann kann man nämlich nicht mehr sagen, wie  es z.B. die Hobbyforscher des RKI tun, man hätte jetzt höhere Fallzahlen wie im Frühjahr 2020.
Auch Frau Bundeskanzlerin Merkel sollte sich als gelernte Physikerin eigentlich noch daran erinnern: wenn der Versuchsaufbau oder die Messapparatur geändert wird, lassen sich die Messergebnisse nicht mehr miteinander vergleichen; das lernt man eigentlich schon in der Oberstufe!


Das Modell prognostiziert zwar eine "große" zweite Welle für Herbst und Winter; ein Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems ist jedoch nicht zu erkennen  und damit auch kein Grund für das Ergreifen von allzu weit gehenden pauschalen und undifferenzierten weiteren Einschränkungen.
Allerdings leider auch keinen Grund für allzu großzügige Lockerungen.
Aber: vor allem der Schulbetrieb und andere "systemrelevante" Bereiche könnten störungsfrei und ohne Unterbrechungen laufen.

Entscheidend für das Ergreifen von Maßnahmen sind nicht die täglich auf vielen Medienkanälen in den Vordergrund gestellte Anzahl der Neuinfektionen, sondern die Anzahl der an Covid-19 Verstorbenen bzw. die Anzahl der "Hospitalisierungen" und damit die Belastung des Gesundheitssystems.
Die Betrachtung der Letalitätsrate kann dagegen in die Irre führen, weil diese bei niedrigen Fallzahlen durch statistische Schwankungen, z.B. bei Hotspots in Pflegeeinrichtungen etc., in die Höhe schnellen kann.

Das Infektionsgeschehen und die Auswirkungen sind grundsätzlich schwierig nachzubilden, da viele der Eingangsparameter sehr unsicher und nicht validiert sind wie zum Beispiel 
- die Dunkelziffer der nicht bekannten Infizierten Personen; dies auch im Verbin-
  dung mit der Ausweitung von Tests und Testkapazitäten und dem Anteil von
  Fremdinfektionen bei Reiserückkehren (Urlaubszeiten).
- die Auswirkungen der Beschränkungen auf Kita's, Schulen und anderen Bil-
  dungseinrichtungen, Geschäften, Großveranstaltungen, Theater, Sportstätten.
Außerdem hat der Autor keinen Zugang zu den internen Daten und Erkenntnissen der betroffenen Behörden und Institutionen.
Das hier vorgestellte Modell erweist sich aber als überraschend stabil in seinen Berechnungsalgorithmen und elementaren Eingangsparametern, was sich u.a. in der Gegenüberstellung der "harten Fakten" zeigt, also z.B. der Gegenüberstellung der vom RKI gemeldeten Todesfälle mit der modellierten Anzahl Todesfälle.

Das Simulationsmodell bietet die Möglichkeit, durch Gegenüberstellung der Prog-nosedaten zum Verlauf der Neuinfektionen den Effekt der bisherigen Maßnahmen bzw. Lockerungen zu erkennen. Es ist damit ein geeignetes Steuerinstrument für das weitere "Pandemie-Management", insbesondere die Auswahl von effektiven Maßnahmen bei einem Ansteigen von Neuinfektionen oder auch von Lockerungen in weitgehend unkritischen Lebensbereichen.
So erscheint z.B. der u.a. durch Urlaubsrückkehrer verursachte Anstieg von Neu-infektionen sich nicht signifikant auf die Allgemeinsituation (R-Faktor) aus-zuwirken, so daß in diesem Zusammenhang keine besonderen Maßnahmen (Einschränkungen) erforderlich sind.
Auch der Start des Schulbetriebs nach den Sommerferien gibt keinen Anlaß zur Sorge.


Geänderte Rahmenbedingungen, z.B. Lockerungen der Beschränkungen etc.     lassen sich mit Modellparametern simulieren.
Die Simulation (19.10.2020) zeigt, wie sich die Zahl der Neu-Infizierungen und der Bedarf an Intensivbetten entwickeln wird mit Lockerungen ab Ende April sowie einer Abfolge von Lockerungen und Einschränkungen  ("Nach-justierungen"), der Einhaltung der Vorgaben (zunehmende Nachlässigkeit) in den Folgenmonaten, dem Infektionsgeschehen im Urlaub (Reiserückkehrer) etc.

Ebenfalls eine Vorschau zur sogenannten "Herdenimmunität" (die so nicht erreicht wird) und der "Ansteckungsrate", die sich aus dem um die Anzahl der genesenen (und verstorbenen) und der aktuell erkrankten Personen verminderten R-Faktor (Reproduktionsrate) ergibt.

Für interessierte Leser bietet das Modell also die Möglichkeit, mit veränderten Parametern eigene Simulationen und Prognosen zu erstellen und so z.B. mögliche "Wellen" des Infektionsgeschehens vorab zu erkennen.