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Corona Covid-19 Simulation

Die Corona Pandemie

Die Corona Pandemie stellt uns alle vor extreme Herausforderungen und Entscheidungen.

Die gute Nachricht vorweg (Stand: 28.05.2021):
Die Prognose des weiteren Pandemieverlaufs mit dem unten zum Download angebotenen Simulationsmodells zeigt:
die aktuellen Maßnahmen wie z.B. Angebot und Nutzung verpflichtender Schnelltests mit anschließender Quarantäne zeigen offenbar Wirkung.
Gibt es keine unerwarteten "Überraschungen" mehr  wie z.B. aggressivere Mutationen, könnten wir, ohne daß die Infektionszahlen erneut zunehmen,
- ab Mitte Mai (14.05) die Gastronomie und Einzelhandel
- ab Ende Mai den Kulturbetrieb wieder aufnehmen und Fitnessstudios öffnen
- und ab Ende Juli wieder zum normalen Leben zurückkehren;
   OHNE weitere Einschränkungen und OHNE Masken !

Von größerem Interesse dürfte jetzt sein, wie weiter.
Vor allem mit den Impfungen. Dies auch unter der Berücksichtigung durch Fremdeinträge (Reisende, Urlauber, etc.).
Auch hier kann die Simulation Anhaltspunkte geben.
Ein mögliches zukünftiges Impfszenario wäre:
würden sich 36 Tsd. Hausarztpraxen an der Impfung beteiligen und wären weiterhin 2 Impfungen für eine vollständige Immunisierung notwendig, wären  bei einer 5-Tages-Woche ca. 40-50 Impfungen je Praxis und Tag notwendig, um einen wiederholten Ausbruch der Pandemie zu vermeiden. Die 7-Tages-Inzidenz würde dann bei ca. 10 liegen.

Mit dem Simulationsmodell lassen sich die Auswirkungen (und damit auch die Sinnhaftigkeit ! ) von Entscheidungen und Maßnahmen überprüfen.
Zum Beispiel, wie sich die Reise-Lockerungen auf das weitere Infektionsgeschehen auswirken, u.a. durch zusätzlich eingeschleppte Mutationen.
Dies wäre erkennbar an signifikanten Abweichungen zum prognostizierten Verlauf.

Hier ist "Klar"-Denken statt (Ver-)Querdenken angesagt.

Das hier vorgestellte Rechenmodell bildet den bisherigen Pandemieverlauf ab und kann die Auswirkungen verschiedener Szenarien zur Eindämmung simulieren (z.B. Inzidenzwerte anhand von Fallzahlen, die Anzahl der benötigten Intensivkapazität inkl. Fachpersonal etc.).
Es können auch geänderte Rahmenbedingungen wie z.B. Dunkelraten, Witterungseinflüsse oder der Impffortschritt einbezogen werden.
Das Modell wurde ergänzt um die Berücksichtigung der Covid-19 Mutation B1.1.7.
Die Wirkung der Impfungen wird anhand der Ansteckungsrate (Reduktion der  maßnahmeninduzierte Repro-Rate um immune, also geimpfte und genesene, Personen) berücksichtigt und dargestellt.
  

Modell D 28.05.2021

Es können verschiedene vordefnierte Szenarien ausgewählt werden (im Tabellenblatt "Parameter" in Spalte B) bzw. auch eigene Szenarien entwickelt werden (in Tabellenblatt "DM sample" und "I sample").
Die Ergebnisse werden in den Tabellenblättern "Diagr_x" graphisch dargestellt.
So können z.B. verschiedene Szenarien zur Entwicklung der Fallzahlen und der Belegung der Intensivbetten ausgewählt und vergleichend dargestellt werden:
- was wäre ohne die Wellenbrecher-Lockdowns
- mit Wellenbrecher-Lockdowns jeweils unterschiedlicher Dauer
  (best-Case, mid-case)
- kombiniert mit verschiedenen Impf-Szenarien
Zusätzlich werden die Fallzahlen auch mit Wetterdaten (Temperatur) oder anderen zeitabhängigen Ereignissen (Skisaison, Karneval, etc) korreliert. 

Es werden die Verläufe mehrerer  Alternativ-Szenarien dargestellt.

Geänderte Testverfahren bzw. Regularien, wie z.B. die Ergebnisse zukünftiger Massen-, Schnell- oder Selbsttests in die vom RKI gemeldeten Fallzahlen und Inzidenzberechnungen eingehen, werden zunehmend die Vergleichbarkeit der Ergebnisse einschränken und damit auch die Anpassung der Simulationsparameter für die Prognose des weiteren Verlaufs an die dann gemeldeten Fallzahlen.

Welche Maßnahmen könnten helfen, dass zukünftige Pandemien unser Leben nicht derart beeinträchtigen ?
Maßgeblicher Anlaß für die erheblichen Einschränkungen und Lockdown-Maßnahmen war ja die drohende Überlastung des Gesundheitssystems und der medizinischen Versorgung.
Diese Situation wurde ja noch verschärft durch Einsparungen v.a. im Personal-Bereich. Dies führte schon in der Vergangenheit und erst recht jetzt zu Ausfällen durch Überlastung und auch zu Kündigungen oder Wechsel in den ambulanten Klinikbereich.
Ausstattung (Betten, medizinische Geräte etc.) lassen sich kurzfristig beschaffen.
Personal braucht mehrjährige Ausbildungszeiten.
Hier sind Anreize zu schaffen; u.a. auch durch bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung.
Zudem würde eine bessere Ausstattung durch Personal (Bettenschlüssel) eine "Reserve" schaffen, die in Pandemiezeiten dann verfügbar wäre.
Die zusätzlichen Kosten wären vmtl. nur ein Bruchteil der jetzt entstandenen Schäden und Kosten für Wirtschaft und Staat und  könnten z.B. über einen "Vorsorge-" Haushalt getragen werden. Dies analog zu einem Verteidigungs-haushalt, der ja auch zur "Vorsorge" gedacht ist.

Grundsätzliche Anmerkungen:
es ist "Klar"-Denken statt (Ver-)Querdenken angesagt!

Dies sollte aber auch für die politischen Entscheidungsträger*Innen gelten.
Die in der Nacht vom 22. zum 23. März gefaßten Beschlüsse zeugen allenfalls von der geistigen Umnachtung der Beteiligten. Nicht aber von Sachverstand und der Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit und der elementaren Voraussetzungen für eine funktionierende Gesellschaft in wirtschaftlicher (Versorgungssicherheit) und sozialer Hinsicht.
Hier sei auf die existenziellen Grundbedürfnisse hingewiesen wie Lebensmittel (Nahrung, Wasser, Luft), Kleidung, Wohnraum, Arbeit, medizinische Versorgung.
Aber auch die Rechtsstaatlichkeit und demokratische Verfassung wird durch die Verfahrensweise der Regierung strapaziert.
So kommt es zu Einschränkungen von Grundrechten wie z.B. der Ausübung von Berufen (Berufsfreiheit) im Handel- und Dienstleistungssektor.
Das ist nicht einmal in der Notstandsgesetzgebung (1968) bei einem inneren Notstand vorgesehen. Zumal ein Notstand bis jetzt gar nicht ausgerufen wurde!

Hier versagen ganz offenbar die Kontrollmechanismen unserer demokratischen Verfassung. Was wäre, wenn solche "Verfahrensfreiräume", wie sie jetzt genutzt werden, von anderen politischen Akteuren missbraucht werden ?
Hier sei an das Ende der Weimarer Republik mit den bekannten Folgen erinnert!
Dies sollte ebenfalls medial thematisiert werden, um die Menschen auch für solche Gefahren wieder zu sensibilisieren. Und um die "politische Klasse" aufzuwecken.

Die Sinnhaftigkeit von Entscheidungen und Maßnahmen lassen sich z.B. mit Simulationsmodellen überprüfen.
Interessant wird sein, ob bzw. wie sich die Reise-Lockerungen auf das weitere Infektionsgeschehen auswirken, u.a. durch zusätzlich eingeschleppte Mutationen.
Dies wäre erkennbar an signifikanten Abweichungen zum prognostizierten Verlauf.